Wirtschaftszahlen
Die positive Gesamtbetrachtung für 2011 darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass nach einem guten Start bereits seit Mitte des vergangenen Jahres deutliche Bremsspuren in der Chemie-Konjunktur zu verzeichnen sind.
In der frühzyklischen Chemie-Branche, die vor allem Vor- und Zwischenprodukte herstellt, hat der Nachfragerückgang und damit die konjunkturelle Abkühlung frühzeitig eingesetzt.
Nach einem starken 1. Quartal 2011 ist die Chemie-Produktion von Mai bis November 2011 kontinuierlich gesunken. Den Dezember schloß die Chemie mit einem Minus ab.
Der Chemie-Umsatz stieg im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um rund 7,7 Prozent auf 26,5 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund weiter anziehender Rohstoffkosten erklärt sich dieser Umsatzzuwachs primär durch die Preiskomponente.
Da Umsatz nicht gleich Gewinn ist, hat sich dies jedoch in Teilen der Chemie nicht entsprechend positiv auf die Ertragssituation auswirken können. Es wird für die Chemie-Unternehmen schwieriger, höhere Preise am Markt zu erzielen.
Beschäftigung wachsend
Einen positiven Trend verzeichnet die Chemie in Rheinland-Pfalz bei der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen. Von Dezember 2010 zu Dezember 2011 konnte ein Zuwachs von 3,4 Prozent verzeichnet werden.
Umsatz 2011 in ausgewählten Wirtschaftszweigen in Rheinland-Pfalz. Bitte beachten Sie, dass die Zahlen Stand April 2012 sind und es seitens des statistischen Landesamtes noch zu Korrekturen kommen kann. Angaben in Millionen EUR.
(Die Erhebungen der Statistischen Landes- und Bundesämter berücksichtigen nicht alle chemienahen Unternehmen. So werden beispielsweise die kunststoffverarbeitende sowie die mineralölverarbeitende Industrie nicht unter der Rubrik "chemische Industrie" geführt. Diese Unternehmen sind jedoch über den Arbeitgeberverband Chemie Rheinland-Pfalz e.V. Mitglieder in den Chemieverbänden Rheinland-Pfalz.)



