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Position - Klimaschutz

Chemieprodukte sparen insgesamt über ihren Lebenszyklus mehr als doppelt so viel Emissionen ein, wie bei ihrer Produktion entstehen: Die chemische Industrie trägt mit ihren Produkten und Technologien wesentlich dazu bei, dass der Energiesektor, Kundenindustrien und Verbraucher Energie und Treibhausgase einsparen. Auch bei sich selbst achtet die Branche auf höchste Energieeffizienz und auf die Vermeidung von Treibhausgasen.

Seit 1990 hat die deutsche Chemieindustrie ihre Treibhausgasemissionen um knapp 40 Prozent reduziert, obwohl die Produktion gleichzeitig um fast 60 Prozent wuchs.

Die internationale Staatengemeinschaft hat es nicht geschafft, sich auf ein faires, weltweites Klimaschutzabkommen zu einigen. Mit den vorliegenden „Kopenhagen-Accord“ sind die Lasten des Klimaschutzes international weiter ungleich verteilt. Gerade Branchen wie die Chemie haben dadurch gravierende Wettbewerbsnachteile gegenüber Unternehmen außerhalb der EU. Dem weltweiten Klima ist damit auch nicht geholfen.

VCI-Forderungen

  1. Innovationskraft der deutschen Chemie für den Klimaschutz nutzen

    Die europäische und deutsche Klimaschutzpolitik darf die Innovationskraft der chemischen Industrie nicht schwächen. Vielmehr sollte die Forschung im Bereich Energiesparen und CO2-armer Technologien gefördert werden.

  2. Wettbewerbsnachteile für die Chemie in Europa und Deutschland vermeiden

    Die EU darf derzeit nicht über ihr -20 Prozent-Ziel hinausgehen. Sie muss darüber hinaus die Belastungsbegrenzungen im Emissionshandel (100 Prozent kostenlose Zuteilung für „exposed sectors“ auch über 2014 hinaus und Kompensation für Strompreiserhöhungen) beibehalten. Zusätzliche Minderungen, um das von der Bundesregierung angestrebte Ziel von -40 Prozent bis 2020 zu erreichen, müssen in anderen Sektoren außerhalb der Wirtschaft erbracht werden. Die Industrie darf nicht zusätzlich belastet werden.

  3. Wirtschaftliches Wachstum stärken

    Die Klimaschutzinstrumente müssen so ausgestaltet werden, dass sie wirtschaftliches Wachstum fördern und nicht, wie bislang, behindern.
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