Chemieolympiade: „Training“ im Uni-Labor für die Bundesrunde

Spannung steigt: 15 Schülerinnen und Schüler aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland wollen in die Bundesrunde der Internationalen ChemieOlympiade (IChO). Nur wenige werden es schaffen.
Vier Tage lang konnten die Chemie-Asse an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern in einem Labor auf universitärem Standard lernen. (Foto: gh)

Vier Tage lang konnten die Chemie-Asse an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern in einem Labor auf universitärem Standard lernen. (Foto: gh)

Kaiserslautern/Ludwigshafen. Die 15 Chemie-Asse aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland gehören zu den 1.500 deutschen Teilnehmenden der Chemieolympiade. Die erste Landesrunde haben sie schon geschafft: die Schülerinnen und Schüler qualifizierten sich mit insgesamt 700 weiteren Chemiefans für die zweite Landesrunde. An der Bundesrunde dürfen jedoch nur ca. 60 Chemie-Begeisterte teilnehmen. Wer aus der Region wird dabei sein?

Unipraktikum an der TU Kaiserslautern bereitet die Besten auf die Bundesrunde vor

Vier Tage lang bereiteten Prof. Dr. Gabriele Hornung und ihr Team von der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern 15 der Leistungsbesten auf die Bundesrunden vor: „Die Chemieolympiade stellt einen hohen fachlichen Anspruch an die Teilnehmenden: nahezu das gesamte Spektrum der Chemie wird abgefragt: Anorganik, Organik, physikalische und Bio-Chemie und mehr. Entsprechend anspruchsvoll waren die Aufgaben im Labor. Es ging um Komplexometrie, Synthesen und verschiedene Spektroskopie-Methoden.“

Viele der Themen, die die Schüler behandeln, gehen weit über die Schul-Chemie hinaus und haben Universitätsniveau. Sie konnten zeigen, was sie drauf haben, und Kontakte zu Gleichgesinnten knüpfen, die ihre Passion für Chemie teilen.

Mit Spannung erwartet: wer ist in der nächsten Runde?

Markus Fuhrmann, Jannick Dörr, Viktoria Ludchenko, Alina Scheuermann und Hannah Strunk – das sind die fünf Chemie-Asse, die es in die dritte Runde geschafft haben. Im Vergleich mit anderen Bundesländern kommen überproportional viele aus Rheinland-Pfalz, so Eric Bahne vom Förderverein Chemieolympiade FChO e.V.

Das freut auch Dr. Christine von Landenberg vom VCI Rheinland-Pfalz. An der TUK übergab sie die Urkunden an die Teilnehmenden des Landesseminars. „Die Olympiade ist eine Chance für alle mit einer Leidenschaft für Chemie. Das fördern wir gerne, denn die Chemie braucht innovative Köpfe mit Begeisterung, die Entwicklungen vorantreiben.“ Entsprechend gut sind die Berufsaussichten für diejenigen, die sich später für ein Studium oder eine Ausbildung in der Branche entscheiden.

Der Verband der Chemischen Industrie ermöglicht seit Jahren mit der finanziellen Förderung die Umsetzung des Landesseminars für die Schüler in Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

IChO: Wie geht es weiter?

Die Chemieolympiade ist ein internationaler Wettbewerb für Jugendliche unter 20 Jahren, dem eine Bestenauslese in den Teilnehmerländern vorausgeht. Deutschland wird vier Chemie-Asse zum Finale nach Istanbul, Türkei senden. Das Duo muss sich in zwei Bundesrunden gegen 60 andere Schüler in Deutschland durchsetzen. Ende Juli messen sie sich mit den ca. 280 Besten aus der Welt.