Berufskompass Chemie

Das Ziel des Berufskompass ist es, den Nachwuchskräften in den Betrieben berufliche Perspektiven in der Chemie aufzuzeigen. In Rheinland-Pfalz laden die Chemie-Arbeitgeber regelmäßig zur Informationsveranstaltung ein. Über 50 Nachwuchskräfte und Personalverantwortliche aus den Mitgliedsfirmen der Region können sich über die beruflichen Chancen informieren, die in der Chemieindustrie angeboten werden.

Die Entwicklungen der Chemieindustrie stehen oft am Anfang von Wertschöpfungsketten, die jeden Bereich unseres alltäglichen Lebens beeinflussen. Über 80 Prozent der Chemiebetriebe sind innovativ tätig. Deswegen hat die Qualifizierung der Mitarbeiter in der chemischen Industrie eine lange Tradition. Die Arbeitgeber verstärken kontinuierlich ihre Aktivitäten in der Mitarbeiterentwicklung, auch da die demografische Entwicklung bereits spürbar ist. Mit dem Berufskompass geben wir als Sozialpartner Orientierung für Arbeitgeber und ausgebildete Berufsanfänger. Es ist unser gemeinsames Anliegen, die Berufswege in der Chemie vorzustellen und zu zeigen, welche zahlreichen Chancen die Branche bietet.

Die Veranstaltung bietet für junge Ausgelernte und Menschen, die frisch in dem Beruf gestartet sind, die Möglichkeit, sich über Weiterbildungen auszutauschen. In Workshops können sie mit den Gleichgesinnten sprechen, die den Schritt in ein Studium oder eine Fortbildung bereits gemacht haben. So profitieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von den Erfahrungen anderer und gewinnen neue Perspektiven auf die Vor- und Nachteile einer Weiterbildung: 

  • das unübersichtliche Informationsdickicht bei Angeboten und Förderung
  • Vereinbarkeit von Arbeit und Weiterbildung
  • Förderung und Forderung.


Ein Blick auf das Informationsportal

Die Webseite des Berufskompass Chemie stellt die Entwicklungschancen in der Chemieindustrie in strukturierter und übersichtlicher Weise vor. 

Wie beginnt eine gute Qualifizierung?

Zuerst sollte man herausfinden, wo man steht und wo man hinwill. Um in die richtige Richtung zu steuern, sollte man also mit einer persönlichen Standortbestimmung beginnen:

  • Was habe ich bisher beruflich erreicht?
  • Welche positiven Erfahrungen habe ich in meiner Arbeit gesammelt?
  • Wie sehen meine beruflichen Ziele aus?
  • Was bin ich bereit zu investieren?

Diese Leitfragen helfen dabei, den eigenen Weg zu finden. Die Webseite bietet noch weitere praktische Hilfsmittel zu diesem Thema. Wichtig ist, die Entwicklungschancen zu kennen, die sich im eigenen Beruf bieten. Der Berufskompass fasst die anerkannten Entwicklungsstufen für alle zentralen Berufe zusammen. Das reicht vom Schulabschluss über die Ausbildung, Lehrgänge und Fortbildungen bis zum Meister oder Bachelor. Eine Gesamtstruktur auf der Homepage zeigt die typischen Weiterbildungsschritte auf einen Blick. Konkrete Beispiele ergänzen diese praktische Übersicht.

Der Informationspool umfasst Werdegänge, Abschlüsse und Zeitpläne der folgenden Berufe:

Produktionsberufe

  • Chemikant/in
  • Pharmakant/in
  • Produktionsfachkraft Chemie

Laborberufe

  • Chemielaborant/in
  • Biologielaborant/in
  • Lacklaborant/in

Metallberufe

  • Anlagenmechaniker/in
  • Mechatroniker/in

Elektroberufe

  • Elektroniker/in für Automatisierungstechnik
  • Elektroniker/in für Betriebstechnik

kaufmännische Berufe

  • Industriekaufleute
  • Kaufleute für Bürokommunikation
  • Bürokaufleute

Der nächste Schritt ist die Auswahl des richtigen Weiterbildungsanbieters. Dazu gibt es eine Vielzahl von Bildungsdatenbanken und Informationsseiten auf der Homepage des Berufskompasses Chemie, die die Recherche erleichtern. Auch die Weiterbildungsinstitutionen aus der Chemiebranche werden mit ihren Angeboten vorgestellt. Beispiele sind das Qualifizierungsförderwerk Chemie (QFC) oder die Hochschule provadis.

Interessant ist auch die Möglichkeit der Förderung – von Einzelpersonen und Unternehmen – durch Bund, Länder und Fördereinrichtungen. Die wichtigsten Anbieter sind auf der Internetseite des Berufskompasses gelistet. Dazu gehören:

  • Bildungsprämie
  • Meister-BAföG
  • Weiterbildungsstipendien
  • Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit
  • Förderung durch das Ministerium für Wirtschaft und Technologie.

Egal auf welche Art der Weiterbildung die Wahl fällt: Weiterbildungswillige sollten sich auf das Lernen einstellen. Gelernt wird aber nicht nur in Seminaren. Gerade selbstgesteuertes Lernen mit E-Learning-Programmen oder dem selbstständigen Durcharbeiten von Fachliteratur gehören dazu. Mehr Informationen warten für Interessierte auf der Homepage. Ein Blick auf das umfangreiche Informationsangebot lohnt sich:

www.berufskompass-chemie.de