Gemeinsam Übergänge gestalten, Potenziale entfalten

Donnerstag,
14. Januar 2027

Chemieverbände Rheinland-PfalzIGBCEWir. Hier.

Wie gelingt jungen Menschen der Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf?

Beim Bildungsdialog Rheinland-Pfalz kommen Menschen aus Betrieben, Schulen, Netzwerken und Politik zusammen. Sie teilen Erfahrungen, lernen erfolgreiche Ansätze kennen und entwickeln Ideen für die Praxis.

Freuen Sie sich auf eine wissenschaftliche Keynote, praxisnahe Workshops und eine bildungspolitische Podiumsdiskussion mit der Landesministerin für Bildung, dem Landesminister für Wirtschaft und den Spitzen der einladenden Sozialpartner.

Diese Fragen stehen am 14. Januar 2027 in Mainz im Mittelpunkt:

  • Wie begleiten wir junge Menschen von der Berufsorientierung bis zum Ankommen in der Arbeitswelt?
  • Wie können Schulen, Betriebe und Netzwerke enger zusammenarbeiten?
  • Welche Rahmenbedingungen brauchen die Beteiligten – und was kann die Politik leisten?

Für wen ist der Bildungsdialog gedacht?

Eingeladen sind Ausbildungs- und Personalverantwortliche, Lehrkräfte und Schulleitungen, Berufsorientierungsnetzwerke und MINT-Koordinationsstellen, Jugend- und Auszubildendenvertretungen sowie Verantwortliche aus Politik und Verwaltung, um gemeinsam einen 360°-Blick auf das Thema zu werfen.

Ihre Perspektive zählt

Bringen Sie Ihre Erfahrungen ein, knüpfen Sie Kontakte und nehmen Sie Anregungen für Ihre Arbeit mit. Die Ergebnisse des Tages fließen in gemeinsame Handlungsempfehlungen ein, die dokumentiert und weiterverfolgt werden.

 

ORT

Gonsberg Loft
Im Niedergarten 10A
55124 Mainz

ZEIT

08:15 – 16:00 Uhr
Donnerstag,
14. Januar 2027

FORMATE

Keynote,
Podiumsdiskussion und
drei Workshop-Runden

Programm

08:15 - 09:00
Einlass im Gonsberg Loft
09:00 - 09:05
Begrüßung durch Moderator Marc Hinderlich
09:05 - 09:35
Keynote mit Prof. Dr. Susan Seeber
Sind wir bereit für die Ausbildung und die Auszubildenden von morgen? Berufliche Ausbildung zwischen Transformation, neuen Bildungsrisiken und Fachkräftesicherung.
09:35 - 10:35
Podiumsdiskussion mit Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig, Wirtschaftsminister Michael Ebling, Dr. Bernd Vogler (Chemieverbände Rheinland-Pfalz), Roland Strasser (IGBCE Rheinland-Pfalz/Saarland) und Prof. Dr. Susan Seeber
10:35 - 11:00
Kaffeepause
11:00 - 12:00
Workshoprunde 1
Moderne Ausbildungskonzepte mit Bordmitteln – Best Practice aus KMUs (A1)
Sascha Kretz, Ausbildungsleitung, Grace, Worms
Moderne Ausbildung beginnt nicht mit neuer Software, sondern mit neuen Ideen. In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie mit einfachen Mitteln die Eigenverantwortung und Lernmotivation Ihrer Auszubildenden stärken und die Ausbildung näher an die Praxis bringen. Bewährte Beispiele aus anderen Betrieben zeigen, was im Alltag wirklich funktioniert. Im Mittelpunkt steht der Austausch: Ausbilder*innen und Bildungsexpert*innen teilen erfolgreiche Ansätze und nehmen konkrete Anregungen für die eigene Arbeit mit.
Ausbilder*innen und JAV - Teamplayer statt Gegenspieler (B1)
Laura Seelinger, Ausbilderin BASF SE
Wenn Auszubildende Schwierigkeiten haben, kommt es auf die richtigen Ansprechpersonen und gute Absprachen an. In diesem Austauschformat kommen Jugend- und Auszubildendenvertreter*innen, Ausbilder*innen und zuständige Betriebsrät*innen zusammen. Sie bekommen Einblicke, wie andere Betriebe ihre Zusammenarbeit organisieren, damit individuelle Herausforderungen früh erkannt und angegangen werden. Gemeinsam überlegen wir, was davon in Ihrem Betrieb funktionieren kann und wie Sie handeln können, bevor Probleme entstehen.
Warum Wissen allein nicht trägt – und was Lehrende und Lernende daraus machen können. (C1)
Prof. Frank Reinhold, Mathematik und ihre Didaktik, Institutsleitung des Instituts für Mathematische Bildung, Pädagogische Hochschule Freiburg
Motivation ist da, aber der Lernerfolg bleibt aus? In diesem Workshop gehen wir auf Basis aktueller Forschung der Frage nach, warum fachliches Lernen scheitert. Anschauliche Beispiele aus der Mathematik, die alle kennen, zeigen, wo typische Stolpersteine liegen. Im praktischen Teil leiten wir im Train-the-Trainer-Format gemeinsam Handlungsoptionen für Ihren Ausbildungsalltag ab. Dabei geht es darum, wie Sie Lernumgebungen und die Fortbildung von Ausbilder*innen so gestalten, dass aus Motivation echte Kompetenz wird.
12:00 - 13:00
Workshoprunde 2
Stärken stärken in der Berufsbildung (A2)
Elmar Benne,  Vice President Aus- und Weiterbildung BASF SE

Junge Menschen wissen oft genau, was sie noch nicht können. Aber wissen sie auch, was in ihnen steckt? In diesem Workshop schauen Sie zuerst auf Ihre eigenen Stärken und Ihre Haltung zu Lernen, Fehlern und Entwicklung. Mit Impulsen aus der Positiven Psychologie und interaktiven Übungen erfahren Sie, wie ein bewusster Blick auf Stärken Motivation und Selbstvertrauen fördert. Anschließend übertragen wir das gemeinsam auf Ihren Ausbildungsalltag.
Ausbildungsstrukturen nachhaltig stärken – Ausbildende Fachkräfte im Fokus (B2)
Francisco Campos Rivera (angefragt) 
Im Arbeitsalltag sind ausbildende Fachkräfte oft die wichtigsten Bezugspersonen für Auszubildende. Ihre Rolle wird in vielen Ausbildungsstrukturen aber noch zu wenig gesehen. In diesem Workshop denken wir Ausbildungsstrukturen konsequent von den Auszubildenden aus und fragen, was sie für ihre Entwicklung brauchen. Gemeinsam erarbeiten wir, wie ausbildende Fachkräfte mehr Anerkennung bekommen und ihre Rolle im Betrieb gestärkt werden kann. Zusätzlich zeigen wir mögliche Wege auf, wie sie sich methodisch und pädagogisch weiterqualifizieren können.
Wahrnehmen, Ansprechen, Zuhören - Mental-Health-Toolset für Ausbilder*innen und Lehrkräfte (C2)
Betül Daskin, Mental Health Coach
Depressionen, Gewalt, Sucht oder Suizidgedanken: Auch im Ausbildungsalltag begegnen Ihnen junge Menschen in Krisen. Wie erkennen Sie Warnsignale, und wie reagieren Sie richtig? Der Workshop folgt der Methode „Wahrnehmen, Ansprechen, Zuhören“. Ein kurzer Impuls zeigt zum Einstieg, warum eine stabile Beziehung die Grundlage für Lernen und Entwicklung ist. In Rollenspielen und im World-Café üben Sie die Methode an konkreten Situationen. Sie lernen Wege zur Selbstregulation in Ausnahmesituationen kennen, denken über Ihre eigene Haltung nach und erfahren, welche überregionalen Anlaufstellen weiterhelfen.
13:00 - 14:00
Mittagspause
14:00 - 15:00
Workshoprunde 3
Konflikte & Feedbackverhalten (A3)
Claudia Schmitz, Dipl. Pädagogin, Geschäftsführerin interkommotion. Autorin des Podcasts "Ausbilder 4.0"
Wie spreche ich Kritik an, ohne zu demotivieren? Und was tun, wenn es zwischen Ausbilder:innen und Auszubildenden knirscht? Claudia Schmitz versteht sich als Vermittlerin zwischen den Generationen. Ihre Grundidee: Gute Ausbildung entsteht, wenn Menschen einander verstehen und gut miteinander reden. Vertrauen und Wertschätzung sind dafür die Basis. Workshopbeschreibung folgt.
Zwischen Leistungsdruck und Zukunftssorgen: Psychosoziale Belastungen junger Menschen verstehen (B3)
Dr. Oliver Dick, Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz
Leistungsdruck, Zukunftssorgen, Krisen im privaten Umfeld: Viele junge Menschen tragen heute eine große Last mit sich. Im Ausbildungsalltag zeigt sich das oft durch Rückzug, Konflikte oder auffälliges Verhalten. Ein Impulsvortrag zeigt zum Einstieg, welche Symptome und Hintergründe dahinterstecken können. Danach tauschen die Teilnehmenden ihre eigenen Erfahrungen im Umgang mit belasteten Auszubildenden aus. Erkenntnisse aus Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Sozialpädagogik vertiefen den Austausch. Gemeinsam entwickeln wir drei Leitfragen und praktische Hilfsmittel, die Sie im Alltag gezielt einsetzen können.
Über welche Kompetenzen müssen Auszubildende bereits vor Beginn ihrer dualen Ausbildung verfügen? (C3)
Yvonne Anders, Bildungsministerium
Auch nach dem Start in die duale Ausbildung lassen sich Kompetenzen, die noch im Aufbau sind, gezielt weiterentwickeln. Das gelingt am besten, wenn alle Lernorte an einem Strang ziehen und ihre Unterstützung aufeinander abstimmen. Im Workshop stellen wir den „Prozess zur Sprachförderung in der dualen Ausbildung“ vor, der derzeit in Rheinland-Pfalz erprobt wird. Erarbeitet wurde er gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung, den Handwerkskammern, den Industrie- und Handelskammern, den berufsbildenden Schulen und vielen weiteren Beteiligten. Gemeinsam besprechen wir, wie Betriebe, Berufsschulen, überbetriebliche Ausbildungsstätten und zuständige Stellen Auszubildende vor allem am Anfang der Ausbildung gemeinsam unterstützen können.
15:00 - 16:00
Zusammenfassung und Abschluss durch Moderator Marc Hinderlich

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Bildungsdialog Rheinland-Pfalz · 14. Januar 2027 · Gonsberg Loft, Mainz

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