Michelin Bad Kreuznach schaltet zur Earth Hour das Licht aus – und verweist auf sinkenden Fußabdruck

Das Reifenwerk an der Nahe beteiligt sich am 28. März an der weltweiten Klimaschutzaktion des WWF. Zugleich präsentiert der Standort eine deutlich verbesserte Umweltbilanz.

Am Samstagabend, dem 28. März, wird es am Michelin-Werk in Bad Kreuznach für eine Stunde dunkel: Von 20:30 bis 21:30 Uhr soll die Beleuchtung der markanten Wassertürme, der Rohstoffsilos und des großen Michelin-Leuchtlogos abgeschaltet werden. Damit reiht sich der Standort erneut in die „Earth Hour" ein – eine jährliche Aktion des WWF (World Wide Fund For Nature), bei der Millionen Menschen, Unternehmen und Städte weltweit symbolisch das Licht ausschalten, um auf den Klima- und Ressourcenschutz aufmerksam zu machen.

Werkdirektor Guilhem Vogel ordnet die Teilnahme in die übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns ein: Die Beteiligung an der Earth Hour sei „ein sichtbares Zeichen" für das Umwelt-Engagement des Werks und der gesamten Michelin Gruppe, so Vogel laut einer Mitteilung des Unternehmens.

Ökologischer Fußabdruck seit 2019 um mehr als 65 Prozent gesunken

Hinter der symbolischen Geste stehen laut Michelin handfeste Investitionen in Energie- und Umweltprojekte. Seit 2005 erfasst die Michelin Gruppe den ökologischen Fußabdruck sämtlicher Produktionswerke weltweit. Am Standort Bad Kreuznach hat sich diese Kennzahl nach unternehmensinternen Berechnungen allein seit 2019 um mehr als 65 Prozent verringert.

Zu den konkreten Maßnahmen zählt das Unternehmen unter anderem die Inbetriebnahme einer sogenannten Konditherm-Anlage, die Energie aus Prozessdampf zurückgewinnt, sowie die Installation einer energieeffizienten Elektrovulkanisation. Darüber hinaus wurde die Photovoltaik-Kapazität ausgebaut – auf Dachflächen, in einem Solarpark und auf Carports. Der gesamte Strombedarf des Werks werde laut Michelin inzwischen vollständig durch grünen Strom gedeckt.

Neben dem Energieverbrauch hat der Standort an der Nahe nach eigenen Angaben auch den Wasserverbrauch, die Abfallmengen und die Emissionen flüchtiger organischer Kohlenwasserstoffe (VOC) deutlich reduziert. Weitere Projekte seien bereits in Planung, um den ökologischen Fußabdruck in den kommenden Jahren weiter zu senken.

Michelin-Konzern peilt klimaneutrale Produktion bis 2050 an

Die Maßnahmen in Bad Kreuznach fügen sich in das langfristige Klimaziel der Michelin Gruppe ein: Bis 2050 strebt der französische Reifenhersteller eine klimaneutrale Produktion an. Wie genau die verbleibende Lücke zwischen der bisherigen Reduktion und vollständiger Klimaneutralität geschlossen werden soll, geht aus der Mitteilung des Unternehmens nicht hervor.

Die Earth Hour findet seit 2007 statt und gilt als eine der weltweit größten Mitmachaktionen für den Klimaschutz. Neben Privatpersonen beteiligen sich jedes Jahr zahlreiche Unternehmen und Kommunen, die bekannte Gebäude und Wahrzeichen für eine Stunde in Dunkelheit hüllen. Weitere Informationen zur Aktion stellt der WWF unter wwf.de/earth-hour bereit.