Die Industrie in Rheinland-Pfalz ist verhalten in das Jahr 2026 gestartet. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die nominalen Umsätze im Januar und Februar um 0,4 % zurück – weniger stark als im Bundesdurchschnitt (–0,8 %). Die Beschäftigung sank um 1,5 % (Deutschland: –2,3 %).
Chemische Industrie mit deutlichem Minus – Pharma ebenfalls rückläufig
Für die Chemische Industrie, eine zentrale Branche im Land, verlief der Jahresauftakt besonders schwierig:
- Umsatz Januar 26/ Februar 26: –7,1 %
- Umsatz Februar 26/ Februar 25: –10,2 %
- Beschäftigung ggü. VJ: –2,3 %
Auch die Pharmaindustrie musste Einbußen hinnehmen. Sie verzeichnete im Zweimonatszeitraum einen Umsatzrückgang von 3,4 %, während die Beschäftigung nahezu stabil blieb.
Belastend wirkten vor allem schwächere Auslandsumsätze (–0,8 %), während die Eurozone leichte Impulse setzte (+3,1 %).
Branchenvergleich: Kraftfahrzeugindustrie stark – Chemie und Pharma schwächer
Nur drei der zehn umsatzstärksten Branchen erzielten Zuwächse. Besonders stark präsentierte sich die Kraftfahrzeugindustrie mit +26 %, bedingt durch einen Basiseffekt nach dem Einbruch Anfang 2025. Auch Maschinenbau (+5,3 %) und die Gummi-/Kunststoffindustrie (+3,6 %) legten zu.
Fazit
Die rheinland-pfälzische Industrie zeigt sich insgesamt robuster als der Bundestrend. Chemie und Pharma stehen jedoch weiterhin vor Herausforderungen, insbesondere aufgrund der schwachen Auslandsnachfrage.