VCI begrüßt Digitalgesetz: Gesundheitsdaten sollen medizinischen Fortschritt vorantreiben

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) bewertet den Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums für ein „Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen" als wichtigen Schritt für eine zukunftsfeste Gesundheitsversorgung in Deutschland. Gleichzeitig mahnt der Verband eine enge Verzahnung mit dem Europäischen Gesundheitsdatenraum an.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat einen Referentenentwurf vorgelegt, der den Zugang zu Gesundheitsdaten und deren Nutzung neu regeln soll. Der VCI sieht darin grundsätzlich die richtige Richtung, fordert jedoch einen genauen Praxischeck der einzelnen Vorschläge.

„Hochwertige Gesundheitsdaten sind der Schlüssel für medizinischen Fortschritt. Davon profitieren vor allem Patientinnen und Patienten", erklärte Elena Michels, zuständig für die Industrielle Gesundheitswirtschaft im VCI. Deutschland schöpfe das vorhandene Potenzial bislang nicht ausreichend aus. Richtig umgesetzt, könne das Digitalgesetz den Zugang für forschende Unternehmen nachhaltig verbessern. Gesundheitsdaten seien zudem ein wichtiger Standortfaktor für innovative Unternehmen.

Europäische Vernetzung als Schlüssel

Der VCI betont die Notwendigkeit, das deutsche Gesundheitsdatenökosystem eng mit dem Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) zu verzahnen. Nur so sei eine grenzüberschreitende Nutzung von Gesundheitsdaten möglich. Dass das BMG eine europäische Vernetzung anstrebe, wertete der Verband als positives Signal. „Eine solche Verzahnung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit, schafft Investitionssicherheit und ermöglicht Skalierbarkeit datengetriebener Anwendungen", so Michels. Entscheidend sei, dass Doppelstrukturen und unnötige Bürokratie den Fortschritt nicht ausbremsen.

Der Referentenentwurf konkretisiert die Digitalstrategie des BMG und sieht neben der Stärkung der Primär- und Sekundärnutzung von Gesundheitsdaten auch Entlastungen durch digitale Anwendungen sowie Vorgaben zur Umsetzung der EHDS-Verordnung in Deutschland vor.