


Liebe Leserinnen und Leser,
Zwischen Krisenmodus und Gestaltungswille
Die Lage ist ernst. Zum dritten Mal in Folge sind die Umsätze gesunken, die Kosten bleiben hoch, Produktionslinien werden stillgelegt oder verlagert. Wenn ich durch unsere Mitgliedsunternehmen gehe, spüre ich das überall.
Umso intensiver haben wir für Sie gearbeitet. Beim Landesklimaschutzgesetz haben wir hart verhandelt, in Berlin und Mainz unsere Positionen im Koalitionsvertrag platziert. In Brüssel haben wir beim Beihilferahmen klargemacht: Das reicht noch nicht. Die Fortschritte sind real – aber sie kommen zu langsam für eine Branche, die jetzt Entlastung braucht.
Unsere Juristen arbeiteten an der Belastungsgrenze – mit mehr Verfahren und härteren Themen als je zuvor: Umstrukturierungen, Sozialpläne, krankheitsbedingte Kündigungen nehmen zu. In der Tarifrunde konnten wir mit der IGBCE nach intensiven Gesprächen einen gemeinsamen Abschluss erreichen – ein Stabilitätssignal in der schwersten Krise seit Jahrzehnten.
Gleichzeitig investieren wir in die Zukunft: Über 225.000 Euro haben wir für Bildung und Ausbildungsmarketing bereitgestellt, um Nachwuchs für unsere Branche zu gewinnen. Denn ich bin überzeugt: Der Gestaltungswille für unseren Standort wird stärker sein als die Krise.
Ihr Bernd Vogler
Hauptgeschäftsführer
Chemieverbände Rheinland-Pfalz